Geschichte:

Oder: wieso ich mit dem Smart ans Nordkap will...

Im Herbst 93 meldete ich mich zum Besuch der Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Verwaltung in Zürich an. Leider war ich etwas spät und gelangte auf die Warteliste.

Statt auf positiven Bericht zu warten, verschob ich den Start meiner berufsbegleitenden Weiterbildung um ein Jahr (der ganze Spass dauert ja schliesslich auch 4 Jahre) und machte mich an die Vorbereitungen für meinen ersten Nordkapbesuch. Im Toyota 4Runner, meinem damaligen Verkehrsmittel ging die Reise während der verlängerten Weihnachtsferien los.



Ok, zugegeben: dieses Bild habe ich in der Schweiz anlässlich einer Bergeaktion aufgenommen.

Die Reise war ein Abenteuer mit Eisregen, Schnee (na logo), geschlossener Strasse 20km vor dem Nordkap und geschlossenen Hotels auf der Nordkapinsel (habe ich zwar unmittelbar vorher, noch auf dem Festland abgeklärt, aber auch Norweger können sich täuschen)...

Ich kam bei einer Familie in Honningsvåg unter und konnte dort Weihnachten feiern. Seither verstehe ich die Weihnachtsgeschichte (ja genau, die Geschichte von Maria und Josef, die sich einen Platz in der Herberge suchten) ein bisschen besser.

Da ich das Nordkap nun nicht ganz erreicht hatte, dafür aber eine tolle Familie auf der Nordkap-Insel Magerøya kennengelernt hatte, musste ich später wohl nochmals dahin. Doch zuerst noch ein paar Worte zur Ausrüstung:

Sie bestand aus einem 4x4-Auto (Toyota 4Runner) mit Standheizung, 4 guten Winterreifen, einem Armeeschlafsack (Im Auto zu schlafen taugt nur für den Notfall; es ist im Winter da oben bitterkalt), Esswaren für einen Tag, zwei Wasserkocher (Benzin- und Brennspritkocher; Achtung: Gaskocher halten der Kälte nicht stand) kiloweise Schweizer Schokolade (Die Nordländer sind nicht bestechlich, aber freuen sich ehrlich über eine Spezialität aus dem Ausland). Dass ich viele warme Kleider sowie einem NATEL C-Mobiltelefon dabeihatte, ist ja klar (Für alle Nicht-Schweizer hier die Erklärung: Vor dem heute üblichen D-Netz gab's ein Telefon-System, das nur in Holland, Schweden, Norwegen, Finnland und der Schweiz funktionierte). Unsere nationale Telekom nannte das Ding NATEL: Nationales Auto-TELefon. Heute ist NATEL ein geschützter Markenname der Swisscom, weshalb ich den nun nicht mehr verwende ;-).

Anfang Januar erreichte ich unfall- und pannenfrei die Schweiz.


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